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Lisboa I

Ist ja jetzt schon ne ganze Weile, dass ich verspreche, mal was von meiner Reise nach Lissabon zu erzählen.

Der Aufenthalt dort gliederte sich in 2 Teile: Konferenz und Urlaub.

Der erste Teil war eine die EURO 2010 - eine große europäische Konferenz, die Nachfolgekonferenz von der in Bonn letztes Jahr-. Auch diesmal hab ich einen Vortrag gehalten, und diesmal war ich ganz zufrieden damit. Letztes Jahr hat ja, wie berichtet, Reinhard Selten einen Hautpvortrag gehalten, dieses Jahr war nun sein Nobelpreiskollege John F. Nash jr. eingeladen. Den meisten Menschen ist eher der Film "A beautiful mind" bekannt, der von seinem Leben erzählt. Mathematikern ist er als der mit der 30-Seiten-Doktorarbeit bekannt und Spieltheoretiker kennen insbesondere das Nash-Equilibrium. Dieser Mann hat 1950 mit 25 Jahren promoviert und stand nun dieses Jahr vor weit mehr als 1000 gespannten Menschen und sollte einen Vortrag halten. Nur leider ist es am Besten, kein Wort darüber zu verlieren. Der 2. Nobelpreisträger, die 2. Enttäuschung. Einfach schade!

Aber es gab noch eine Chance: Harold W. Kuhn. Der von den KKT-Bedingungen (Karush-Kuhn-Tucker) Immerhin auch mit 25 Jahren zur gleichen Zeit wie J. Nash promoviert und mit diesem gut befreundet - wie klein die Welt doch ist. Viele, mit denen ich sprach, erklärten mir, sie wollten nicht nochmal zu einem "großen Namen" gehen und dann nichts von haben, aber ich wagte mich hin und mit mir dann doch noch bestimmt 800 andere. Und diesmal wurden wir nicht enttäuscht. Es war eine unterhaltsame Reise durch einen Teil der jüngeren Mathematikgeschichte. Und es beeindruckte mich doch ein wenig, als er erzählte: "1955 - da war das Operations Research (OR) in etwa 5 Jahre alt und ich hielt einen Artikel von Egervary in der Hand, der Abstract war deutsch, der Artikel ungarisch. Aber ich wollte wissen, was darin steht. Also kaufte ich mir ein großes ungarisches Wörterbuch und ein großes ungarisches Grammatikbuch und nach 4 Wochen verstand ich den Artikel..." H. Kuhn sagte auch das ein oder andere auf deutsch - schon interessant, einen Amerikaner deutsch reden zu hören.

Was gibt es sonst noch von der Tagung zu erzählen (der Urlaub kommt dann im nächsten Teil)

- Für die Teilnehmer von solchen Konferenzen gibt es immer Taschen, um die ganzen Materialien rumschleppen zu können. Diesmal war es ein Rucksack. Und beim Conference Dinner (am Ende der Konferenz) erfuhren wir auch von der Designerin(!) höchstpersönlich, wozu der gut ist: "You can store and protect things in it." Da wäre ich natürlich ohne die Designerin nicht drauf gekommen

- Manchmal muss man eigentlich gar nichts tun - und schon trifft man einen der bekanntesten Professoren auf dem Gebiet, in dem ich forsche ... und wenn dann zufällig auch noch mittag ist, geht man auch gemeinsam zum Mittagessen...

- Einen Vortrag zu "Teaching OR" habe ich gehört, der sehr viel Spaß gemacht hat, nur leider würde ich das zu 80% dem begnadeten Selbstdarsteller zuschreiben, als den "genialen" didaktischen Methoden.

27.10.10 22:22
 


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